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Weil es mir gut tut - Online-Seminar in der Fastenzeit 2021

Unter der Überschrift „Weil es mir gut tut“ gab es in der Fastenzeit einen Online-Meditationskurs. Insgesamt 12 TeilnehmerInnen trafen sich jeden Mittwoch für angeleitete Stille-Übungen vor dem Bildschirm. Die regelmäßigen Treffen waren für viele hilfreich, auch unter der Woche am Meditieren dranzubleiben. Die Erfahrung, dass Entspannung in den eigenen vier Wänden erlebt wurde, war Ansporn, die Übungen auch alleine durchzuführen. Für manche war es sogar leichter zu Hause in die Stille zu kommen als gemeinsam mit anderen in einem Raum. Trotzdem haben alle auch online Gemeinschaft erlebt.

Wer Interesse an so einem Kurs hat, offline oder online, kann sich gerne bei Pfarrerin Claudia Vetter-Jung melden.

Rückmeldungen aus der Gruppe:

 … noch einmal möchte ich mich herzlich bedanken für den Kurs weil es mir sehr gut tat!
Auch das Bild der Schalen um mich, die ich gerne anschaue und belasse oder verabschiede tut gut.
Ebenso empfand ich Struktur, Rhythmus und Redundanz wie Du an frühere Übungen erinnert hast, angenehm und wohltuend. "An mir dranzubleiben" hat durch diese 7 Wochen getragen und ich konnte sogar einige Übungen im Hospiz (wo ich im Ehrenamt stationäre Bewohner begleite) vorsichtig anbieten - so dass über Atmung, Körperwahrnehmung und  Konzentration darauf  Ruhe eingekehrt ist, abzulesen auch an entspannten Gesichtszügen und einem friedvollen Lächeln.
Auch ein Dank an die angenehme Gruppe.

 

… ich möchte nicht versäumen, mich noch einmal herzlich zu bedanken für die neuen Erfahrungen, die mir im Rahmen des Online-Meditations-Kurses möglich waren.
Danke für die ausführlichen mündlichen Erläuterungen zu den jeweiligen Themen, ebenso für die ergänzenden schriftlichen Hinweise, Gedanken und Gebete zum selbständigen Üben, vor allem aber für die professionelle Anleitung der einzelnen Übungen.
Mir war nicht bewusst, dass Meditation so viele Facetten hat. Es hat mir sehr gutgetan, einfach nur Da-zu-Sein, Wahrzunehmen (ohne zu Beurteilen) und zu Spüren.
Sich ausgiebig Zeit zu nehmen beim Kauen, Schmecken, Genießen am Beispiel der Schokolade/Gummibärchen hat mir gezeigt, wie viel mehr erfahrbar ist, wenn man die gesamte Aufmerksamkeit auf einen Vorgang richtet und einfach neugierig bleibt, was es noch mehr zu entdecken gibt.
Nach jedem Treffen habe ich mich gestärkt, wach und präsent gefühlt.
Am allerwichtigsten ist für mich die Erkenntnis, dass ich immer wieder neu anfangen kann/darf!

 

… Die Eutonie-Spürübungen tun besonders gut und helfen einem, nach einem Arbeitstag abzuschalten und bei sich selbst anzukommen. Dann findet man leichter in die Stille und zum einfach nur Dasein. Besonders schön fand ich eine Meditation mit einer ikonischen Darstellung der Mutter Gottes mit einem kleinen, aber ganz ausgebildeten Christus in der im Bild offenen Bauchhöhle. Es war als würde sich das Bild auf mich übertragen und Kopf und Herz waren zeitweise ganz erfüllt davon, so dass ich das immerwährende Gedanken-Drehbuch abschalten konnte und bei der Liebe von Mutter und Sohn war. Eine wunderschöne Erfahrung

 

… Ich habe im Lauf der vergangenen Jahre mehrfach Meditationserfahrungen gesammelt allerdings immer nur punktuell. Es ist mir bisher nicht gelungen, die Meditation regelmäßig in meinen Alltag zu integrieren. Hierin lag für mich eine Erwartung bei der Entscheidung, den Meditationskurs mitzumachen.
Das ist mir gelungen. Durch den wöchentlichen Rhythmus sowie die Anleitungen für die Zeit dazwischen habe ich für mich einen festen Platz für die Meditation gefunden, und zwar räumlich wie zeitlich. Geholfen haben mir dabei neben der Regelmäßigkeit unserer Treffen auch, dass ich wertvolle Anleitungen bekommen habe, eine Art Handwerkszeug. Das waren konkret Hinweisen zur Meditationshaltung, zu Möglichkeiten bei gedanklichen Abschweifungen immer wieder in die Stille zurückzukehren (Konzentration auf den Atem, auf das selbst gewählte Wort, auf die Körperhaltung) und die Eutonieübungen, die mich meinen Körper spürbarer werden ließen. Dieses Handwerkszeug hilft mir wesentlich, dass ich mich auf das tägliche Üben einlassen konnte und dazu kommt mit dem stetigen Üben, die zunehmende Erfahrung, wie gut es mir tut, in die Stille zu gehen.
Wichtig waren auch die Aufforderungen, täglich etwas zu bestimmen, wofür ich dankbar bin bzw. worüber ich mich gefreut habe. Diese Aufgabe täglich spezifisch und nicht allgemein zu beantworten, führt zu einer veränderten Aufmerksamkeit auf Schönes, was mir gerade in den belastenden Zeiten der Coronapandemie das notwendige Gleichgewicht ermöglicht.
Die Ermutigung, sich auf den Augenblick zu konzentrieren, konnte ich teils in den Alltag neben der Meditation mitnehmen. Eine meiner wichtigsten Erfahrungen aus der Sterbebegleitung ist die, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren, mein Leben in seinen gelungenen Momenten (Gesundheit, Familie, Freunde, finanzielle Sorglosigkeit) nicht selbstverständlich zu nehmen, immer mit plötzlichen Veränderungen zu rechnen, dankbar für das Jetzt zu sein. Diese Einstellung hat sich durch den Kurs verstärkt. Ähnlich geht es mir mit der Aufforderung, einfach nur da zu sein. Sie ist immer wieder schwer umzusetzen, aber sehr entlastend und befreiend, auch ein Geschenk an mich selbst wie in der Begleitung von Menschen in Krisen an andere. Hier erlebe ich einen schönen Kreislauf, da ich das, was ich im Einfach-Da-Sein als schön für mich persönlich wahrnehme, weitergeben kann und vom Anderen wieder zurück erfahre.
Am Anfang des Kurses hatte ich die Erwartung, nicht nur mich, sondern auch das Göttliche zu spüren. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt. Aber ich habe erlebt, dass eine feste Erwartung an die Meditation mich zu sehr auf etwas Festes fixiert und mir damit Erfahrungsmöglichkeiten nimmt. Auch hierin liegt ein wichtiges Ergebnis des täglichen Übens für mich. Ich wünsche mir nach wie vor, das Göttliche spüren zu können, nehme diesen Wunsch mit in meine Meditationen, aber ich erwarte es nicht mehr, sondern versuche mich „leer“ zu machen und mich gleichzeitig zu öffnen für alles Unbekannte, für alle Prozesse, die in und mit mir stattfinden können. Deswegen begleiten mich als Worte „Weite“ und „Da sein“.

Veranstaltungen

Altar beim Tauferinnerungsgottesdienst 22. September 2019

Wasserzeichen

Ein Wasserzeichen im Papier wird manchmal gesetzt, um die Echtheit der Herkunft und den Hersteller nachzuweisen oder um dem Papier etwas Werthaltiges zu geben. Gegen Licht gehalten, sieht man es leicht schimmern im Papier. Und egal, was später auf das Papier gedruckt wird – das Wasserzeichen bleibt immer erhalten.

Auch die Taufe ist eine Art Wasserzeichen: Sie ist das große Ja Gottes zu uns Menschen, auf das wir uns während unseres ganzen Lebens verlassen können. Das bleibt, egal, was uns später geschieht.

Am Sonntag haben wir in einem Gottesdienst, gemeinsam gestaltet von den beiden Pfarrerinnen Angelika Detrez und Anja Bode, die Erinnerung an die Taufe gefeiert, zusammen mit vielen Kindern und jungen Eltern, die zum Gottesdienst ins Gemeindezentrum gekommen waren.

Viele hatten ihre Taufkerzen mitgebracht, zusätzlich gab es Kerzen, die von der Gemeinde gestellt wurden. Sie gaben später ein wunderbar warmes Licht – zusammen leuchtend auf dem Altar. In einer Malaktion konnten die Kinder sich selbst und ihren Namen zeichnen oder schreiben. Die Bilder wurden dann in der Kirche aufgehängt.

Wer gemalt und seine Kerze bei Pfarrerin Bode an der großen Osterkerze entzündet hatte, erhielt noch einen Wassersegen von Pfarrerin Detrez auf die Hand. Ein „Service“, den auch viele ältere Gottesdienstbesucher in Anspruch nahmen. Schließlich hält eine Taufe das ganze Leben, so wie ein Wasserzeichen – und wie das Ja Gottes zu uns Menschen.       Hauke Gerlof

Gemeindefest am 8. September 2019

Ein schönes Fest, wechselndes Wetter, wunderbare Aktivitäten, großartige Menschen, sehr gutes und preiswertes Essen unter dem Dach des Herrn.

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