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Ausklang

Was für eine Stimme! Es ist schon Tradition, dass in der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde zum Ewigkeitssonntag und Ausklang des Kirchenjahres ein Konzert in Verbindung mit einer Andacht stattfindet. „Musik und Sprechen“ heißt es dann am Sonntagnachmittag im Gemeindezentrum. Und auch die Ausführenden sind alte Bekannte: Sopranistin Eri Nabeya-Uhlig, Oboistin Ritsuko Kakemizu und der Organist der Gemeinde, Hans Joachim Schulze, am Flügel.

Den geistlichen Part hatte auch in diesem Jahr Pfarrerin Anja Bode übernommen. Sie zündete in Erinnerung an die Toten des vergangenen Jahres Kerzen auf dem Altar an und las tröstliche und traurige Texte: So klang in „Leichenreden“ zu zwei fiktiven Personen die Frage an, was denn gelingendes Leben sein könnte: das des „immer funktionierenden“ Mannes, der Zeit seines Lebens seine Pflichten erfüllte, oder das der Frau mit dem ansteckenden Lächeln und den geschickten Händen, der vielleicht in ihren Beziehungen zu Männern nicht alles gelang. Was ist Glück? Wer den Tod vor Augen sieht, beschäftigt sich zwangsläufig mit den großen Fragen des Lebens.

Trost bietet dann auch die Musik, deutete schon der Titel der Veranstaltung an, den die Künstler gewählt hatten: „Ruhe, mein Herz!“ Musikalisch umrahmten zwei Stücke von Johann Sebastian Bach die Veranstaltung, eine Sonate für Oboe und eigentlich Cembalo und ein Stück aus der Kantate Nr. 144 „Genügsamkeit ist ein Schatz in diesem Leben“. Dazwischen Lieder zu Tod und Sterben von Carl Philipp Emanuel Bach nach Texten von Christian Fürchtegott Gellert, des modernen Komponisten Benjamin Britten und des Romantikers Johannes Brahms. Einmal mehr verzauberte die Stimme der Sopranistin Eri Nabeya-Uhlig die Zuhörer im Kirchsaal des Gemeindezentrums.

Musik wie Texte kündeten zum Ewigkeitssonntag von Abschied, aber auch von Trost, etwa in dem wunderbaren Lied von Britten „Der Engel“ vom Engel, der selbst den höhnenden Teufel aus der Hölle am Ende mit seiner Wärme und seinem Licht überzeugt: „Vergeblich strahlst du nicht so weiß“, heißt es in dem Lied mit Texten nach Alexander Puschkin. Oder die Hoffnung, dass Menschen nach tiefer Trauer doch wieder „die Macht der Schönheit“ neu fühlen können. Nicht zuletzt die tröstliche Erwartung, die aus den Liedern des 18. Jahrhunderts klingt, dass der Tod nicht das Ende sei, oder wie es im Lied Gellerts heißt: „Mein Herr und Gott! Dann wird zum Schlummer mir der Tod.“

Das neue Kirchenjahr kann kommen.   Hauke Gerlof 

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen

Wir laden ein zu unseren Sonntagsgottesdiensten um 10 Uhr ins Gemeindezentrum und unter der Woche zu den Meditationsandachten mittwochs um 9 Uhr in der Kleinen Kirche und donnerstags um 17 Uhr im Gemeindezentrum.

Jeden Montag findet um 18 Uhr eine Mahnwache für den Ukrainekrieg statt.

Alle weiteren Veranstaltungen finden Sie auf der Startseite und teilweise auch unter den jeweiligen Unterseiten dieser Website

 

 

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