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Zwei Theologen des 20. Jahrhunderts: Karl Barth und Jürgen Moltmann

2019 waren zwei Theologen unser Thema.
Im April sprach Pfarrerin Detrez über die dialektische Theologie von Karl Barth und seinen Römerbrief-Kommentar von 1919.
Im September sprach Anja Bode über
die „Theologie der Hoffnung“ von Jürgen Moltmann.
Wir lesen, diskutieren, hinterfragen in unserem Gesprächskreis nicht nur die 2000 Jahre alten Bibeltexte. Nein, wir beschäftigen uns auch mit theologischen Überlegungen, Betrachtungen, Erkenntnissen und sprechen ebenso über aktuelle Geschehnisse und Ereignisse in Religion und Kirche. Nicht nur die reine Bibelarbeit, auch Entwicklungen der Theologie, vor allem in der Neuzeit, zeigen: Noch immer ist die Bibel aktuell.

Evangelien mit Gemeindepädagoge Gerd Pfahl

Am 15.05.2019 spricht Gerd Pfahl über die Evangelien.
Ein wesentlicher Teil des Neuen Testaments sind die 4 Evangelien. So kommen aus ihnen sehr häufig die Lesungs- und Predigttexte in den Gottesdiensten. Die Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes haben uns keine Geschichtsbücher hinterlassen. Auch geht aus keinem einzelnen der 4 Evangelien ein geschlossener Lebenslauf von Jesus hervor. Doch eines haben alle  Evangelien gemeinsam: Sie übermitteln uns das, was das Wort Evangelium bedeutet, die Frohe Botschaft: Jesus ist Gottes Sohn, er ist der Messias, der Mensch gewordene Gott, der für uns gestorben und durch den Tod gegangen und am dritten Tag auferstanden ist.

Die Evangelisten bezogen ihr Wissen über Jesus vor allem aus Überlieferungen. Dabei griffen Markus, Matthäus und Lukas oft die gleichen Ereignisse auf, diese aber meist in sehr unterschiedlicher Darstellung. Zu der sich aus dieser Betrachtung ergebenden Frage „Sind die Evangelien eine zuverlässige Quelle?“ kommt der Theologe H. Zahrnt zu dem Ergebnis: „Wenn solche bruchstückhafte Überlieferung trotzdem das Bild einer einheitlich geschlossenen Persönlichkeit darbietet, so kommt man nicht um das Urteil herum, dass dieses Bild historisch echt sein muss.“   Die Evangelisten haben sich an die Menschen ihrer Zeit gewandt. Und für uns heute ist noch immer die „Frohe Botschaft“  eine Quelle, aus der wir Hoffnung und Zuversicht schöpfen können.


                                                                               Norbert Hofmann

 

Alte und Neue Glaubensbekenntnisse mit Pfarrerin Anja Bode

Am 12. 6. 2019 hat Pfarrerin Bode dann bei Bibel Aktuell über alte und neue Glaubensbekenntnisse gesprochen. Das erste Glaubensbekenntnis war der Fisch. Mit diesem Zeichen brachten frühe Christen ihren Glauben zum Ausdruck. In der Zeit der Christenverfolgung musste dies oft im Geheimen geschehen. Die 5 Buchstaben des griechischen Wortes für Fisch stehen für „Jesus Christus Gottes Sohn und Erlöser“. Im Jahr 325 erklärte Kaiser Konstantin das nach heftigen Diskussionen auf dem Konzil von Nicäa entstandene Glaubensbekenntnis für alle Christen für verbindlich. In diesem Bekenntnis wird die Dreifaltigkeit Gottes durch den Einbezug von Vater, Sohn und Heiligem Geist verdeutlicht. Diese Grundeinteilung ist auch im Apostolischen Bekenntnis enthalten, das wahrscheinlich im 5. Jahrhundert in Gallien entstanden ist und heute noch Christen auf aller Welt verbindet. Es ist in unseren heutigen Gottesdiensten das meist gesprochene Glaubensbekenntnis. Der Text wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder an Zeit und Sprache angepasst, letztmals 1971. Und auch aus der jüngsten Zeit gibt es Glaubensbekenntnisse, so zum Beispiel von Dietrich Bonhoeffer oder der Weltversammlung der Christen 1990 in Seoul.    

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