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Sonntag, den 10. Mai 2020 - Kantate

Manchen
hat es die Sprache verschlagen,
Gott.

Sie bringen keinen Ton heraus

erst recht kein Lied.

Das Leben

ist ihnen

über den Mund gefahren.

Sprachlos sind sie

wortlos

verschlossen

einsam

stumm.

 

Sie plappern auch nicht

oder schwätzen

schwingen keine Reden

dreschen

keine hohlen Phrasen

Wer ist dir fern

wer dir nahe?

 

Wir bitten Dich

für uns alle

um Harmonien des Verstehens

auch ohne Worte

um das Lied des Friedens

und

die Melodie

der Hoffnung

 

Singt dem HERRN ein neues Lied,

denn er tut Wunder! (Psalm98,1)

 

Singen sollen wir zum Lob Gottes und zur Freude der Menschen!

Doch es wird uns gesagt: Das ist ansteckend in diesen Zeiten.

Was soll´s!

Dann singen wir eben auf Abstand

Drinnen und draußen

Unter der Dusche und beim Kochen

Bei der Arbeit und beim Spazierengehen

Alte und neue Lieder

Sie können nicht so gut singen?!

Seis drum!

Singen, summen und trällern Sie, denn Musik öffnet das Herz,

weckt die Sinne, lässt Gedanken und Gefühle auf Wanderschaft gehen.

Singen wir Gott zum Lobe und den Menschen zur Freude.

 

 

 

 

Du meine Seele, singe,

wohlauf und singe schön

dem, welchem alle Dinge 

zu Dienst und Willen stehn.

Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;

ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

 

Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil!

Wer dem sich anvertrauet,
der hat das beste Teil,

das höchste Gut erlesen,
den schönsten Schatz geliebt;

sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.

 

Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht;
das weisen die Geschäfte,
die seine Hand gemacht:

der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer,

der Fisch unzähl'ge Herde im großen wilden Meer.

Gemeinsam im Gebet, Sonntag 26. April 2020

Gott,

Zu Dir beten wir

Weltweit bitten wir Dich

Um Hoffnung in dieser Zeit

Um Frieden

Um Heimat

Um Zukunft

Um Brot

Um Wasser

Um Heilung

Um Glauben.

 

Gemeinsam

Falten wir die Hände

Erheben wir die Arme

Als große Gebetsgemeinschaft

Rund um die Erde

Und wir wissen:

Du bist

Mitten unter uns

Gebet am 1. Sonntag nach Ostern

An Ostern, Gott

Hat sich die Welt für uns verändert.

Vor einer Woche haben wir davon gehört!

Doch wir sind viel mehr gebannt von dem, was momentan um uns her geschieht.

Die Veränderungen – sie machen uns Angst

Deine Nähe

Deine Erlösung

Veränderung durch dich – laß uns das spüren:


Verändere du uns, mache alles neu:

Unseren Glauben,
damit wir mit Überzeugung deiner Liebe Raum geben können.

Unsere Sehnsucht,
damit wir in dieser Welt in deinem Sinne handeln.

Unsere Hoffnung,
um sie mit anderen teilen zu können.

Unsere Begeisterung,
damit wir mit unseren Träumen vom Himmelreich nicht allein bleiben.

Unsere Lebensfreude,
damit wir anderen Kraft geben können.

Unser Gespür für Ungerechtigkeit,
damit wir die Finger in die Wunden der Welt legen können.

Unser Leben,
damit wir deine Herrlichkeit erfahren.

Amen

 

Ostersonntag Christ ist erstanden – er ist wahrhaftig auferstanden

Christ ist erstanden – dieser Ruf geht an Ostern um die ganze Welt.

Er verbindet alle Christen dieser Welt

in dem Staunen über den Stein, der weggerollt ist,

in der Freude über den Sieg der Liebe über den Tod,

in der Hoffnung auf ein neues Leben mit und in Gott.

 

Warum ich daran glaube?

Weil noch keine Finsternis das Licht ausgelöscht hat

Weil die verborgene Saat eines Tages aufgeht

Weil Wüsten zu blühen anfangen

Weil es wieder Maikäfer gibt

Weil Menschen sich lieben

Weil Musik mir eine neue Welt eröffnet

Weil ich jeden Tag über die Wunder der Natur staunen kann 

Weil die Trauer milder wird und ich mich wieder freuen kann

Weil es Hoffnung gibt

.....

 

 

Gebet

Herr, unser Gott,

Du hast einen neuen Anfang gemacht, wo sich alles im Kreis dreht.

Du hast vom Leben erzählt, wo alles an den Tod glaubt.

Du hast uns gefunden, dort wo wir sind.

 

Laß uns aufstehen und das Leben suchen, das uns verloren ging.

Laß uns aufstehen und die Heiterkeit entdecken, die uns abhanden kam.

Laß uns aufstehen und die Liebe entdecken, die wir irgendwo liegen gelassen haben.

Lehre uns zu glauben, wenn uns die Angst lähmt.

Lehre uns zu hoffen, wenn uns die Verzweiflung packt.

Lehre uns zu vergeben, wenn wir Vergeltung fordern.

Lehre uns zu lieben, wenn der Hass unser Handeln regiert.

Lehre uns zu leben, wenn der Tod zu herrschen scheint.

Lehre uns zu beten, wenn wir nicht mehr weiterwissen.

Amen

 

Heute ist das Gemeindezentrum eine offene Kirche!

Für Groß und Klein gibt es zwischen 11.00 Uhr und 18:00:

Osterkerzen für zuhause, Andacht und Gebet für die Großen, Ausmalbild und Gebet für die Kleinen und eine kleine Osterüberraschung für alle

Karfreitag - Der Tod am Kreuz

Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.

Joh 3,16

 

Die Welt hat seine Nähe nicht ertragen.

Die Welt war seiner Offenheit nicht gewachsen.

Die Welt war blind für die Macht der Liebe.

So hat er in Jesus selbst unsere Schmerzen erlitten,

damit unsere Tage erträglicher würden.

Er hat unser Leid getragen,

damit wir es nicht mehr alleine tragen müssen und von seiner Last erdrückt würden.

Er ist unseren Tod gestorben, damit wir den Weg zum Leben finden.

Er ist unseretwegen einsam gewesen, verlassen von allen Menschen,

ausgeliefert und allein in der Stunde der Entscheidung.

Er hat sich für uns zum Verbrecher machen lassen, damit wir von aller Schuld frei wären.

Sein Tod ist der Sieg der Liebe.

Karfreitag zu feiern heißt, diesem Geheimnis ein Stück näher zu kommen.

Gott näher zu kommen und der Botschaft des Kreuzes, damit wir sie erkennen, aushalten, annehmen und für unser Leben fruchtbar machen.

 

Herr,
wir bringen all unsere Sorgen und Ängste vor dich,
all unsere Ungewissheit und Zweifel, all unsere Schmerzen und Wunden.

Wir denken an die vielen Toten, die dem Corona-Virus zum Opfer gefallen sind.

Wir denken aber auch an all die vielen anderen,

die in Kriegen und durch Gewalt umgekommen sind

und selten solche Aufmerksamkeit bekommen.

Wir denken an die Menschen,
die unter dem Kontaktverbot und der Ausgangsbeschränkung besonders leiden.

Aber wir denken auch an all jene, die schon immer isoliert und einsam gelebt haben
und von uns übersehen wurden.

Wir denken an all jene,
die sich derzeit aufopferungsvoll um die Kranken und Alten kümmern.

Wir denken aber auch daran, dass sie es auch schon vor Corona taten
und keinen Applaus erhielten.

Wir denken an jeden,
der sich nun einschränken muss und wegen des Shutdown vielleicht um seine Existenz bangt.

Wir denken aber auch an alle jene, die schon immer am Rande des Existenzminimums leben
und kaum Beachtung finden.

Herr,
wir denken an alle, die in und an dieser Welt leiden.
Schenke ihnen deine Hoffnung
und unser Engagement.

Amen

Gründonnerstag – Erinnerung an das letzte Abendmahl

In der Paul-Gerhardt Gemeinde ist es Tradition, an diesem Abend an langen Tischen im Gemeindezentrum ein Agapemahl zu feiern. Wir lesen gemeinsam die biblische Erzählung vom letzten Abendmahl, singen, beten, lauschen Musik und Worten und teilen miteinander Brot und Wein/Traubensaft Käse und Fladenbrot und leckeren Salaten, die viele mitbringen.

Wir laden sie ein, gemeinsam dieser Tradition zu folgen – nur eben mal anders!

Teilen Sie Brot und Kelch und vielleicht eine Frankfurter Grüne Soße mit Fladenbrot in häuslicher Gemeinschaft. Sie können dazu in der Bibel bei Matthäus, 26, 17-30 die Geschichte vom letzten Abendmahl lesen und Musik hören oder singen und beten.

Um 19:30 Uhr läuten die Glocken zum gemeinsamen Gebet mit Kerzen im Fenster, um ein Lichternetz der Hoffnung zu spannen.   

 

Gebet:

Gott,

wir vermissen in diesen Tage so vieles: den Besuch unserer Lieben, Treffen mit Freunden, Sorglosigkeit und Ostervorbereitungen,  sogar den Trubel bei den Einkäufen, wenn wir in schweigenden Schlangen vor den wenigen geöffneten Läden stehen.

Wir vermissen Nähe, Gemeinschaft, auch die Gemeinschaft in unserer Gemeinde.

Uns wird bewusst, wie viel uns das bedeutet - zwei Meter Abstand können viel sein.

Uns wird bewusst, wie viel uns sonst geschenkt ist.

Doch so verunsichert und alleine wir uns auch fühlen du bist da.
Niemand und keine Macht der Welt kann uns von dir trennen,

eine Kontaktsperre gibt es bei dir nicht.

Im Abendmahl hat Jesus uns diese Verbundenheit mit Dir auf besondere Weise geschenkt.

Daran denken wir heute, wenn wir Brot und Kelch teilen.

Und wir bitten dich:

Für alle, die gefangen sind in den Nöten und Ängsten dieser Zeit.

Für alle, die Entscheidungen für die Zukunft dieser Welt und unseres Zusammenlebens treffen 

Für die Kleinen und Großen dieser Welt, die du alle deine Kinder nennst.

Sei du bei uns allen mit deiner Barmherzigkeit und Liebe

Schenke uns Geduld, Zugewandtheit, Trost, Weitsicht und Hoffnung. 

Sei Du uns nahe!

Amen

Dreimal gebetet, Anja Bode 5. April 2020

Gott,

wir brauchen Geduld.
Noch zwei Wochen, heißt es,
dann sehen wir weiter.
14 Tage nur – und doch ein gefühlte Ewigkeit.
Zeit, die wir leben, Zeit, die wir füllen wollen,
obwohl wir uns im Alltag nur eingeschränkt bewegen dürfen.

Es ist nicht einfach,

das auszuhalten.
Viele sorgen sich,

sind verunsichert,

haben finanzielle Probleme.

Aber auch im menschlichen Miteinander spüren wir, wie es an unseren Nerven nagt, Abstand zu halten zu allen – auch zu unseren Nächsten, zu Eltern und Kindern, Verwandten und Freunden. Es ist ein seltsames Gefühl, allen aus dem Weg zu gehen.

 

Wir bitten Dich, hilf uns, diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen.

Lass uns Deine Liebe,

Deine Kraft und Hoffnung,

deine Zuwendung spüren. 

Amen

_____________________________________________________ 

Herr,
wir sind in dieser Situation auch dankbar: 

All den Menschen,
die sich um das Wohl anderer kümmern.
All denen,

die Verantwortung tragen
und ihre Macht nicht missbrauchen.
All denen,

die kreativ mit der Situation umgehen und uns so die Zeit verkürzen.

All denen,

die von Hoffnung und Zuversicht sprechen und einfach da sind.

Für Gemeinschaft,

die wir auf neue Weise erleben.

Für Hilfsbereitschaft.

Für Bewahrung und Begleitung.

Und wir danken Dir!

Denn ohne dein Wort,

ohne deine Barmherzigkeit,
ohne deinen Segen
würde uns etwas lebenswichtiges fehlen

Danke!

Amen

__________________________________________________________

Gott,

Jeden Tag starren wir auf Zahlen:
Neuinfizierte, Genesene, Todesfälle …
Jeden Tag hoffen wir, dass die Kurve sich neigt,
dass die Krankenhäuser behandlungsfähig bleiben,
dass die Zahl der täglich Sterbenden zurückgeht …

Wir spüren sehr deutlich,
wie abhängig wir voneinander,
wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.
Das ist eine neue Erfahrung.
Wohin sie uns führt,
das wissen wir noch nicht.

Umso mehr sehnen wir uns in dieser unsicher Zeit nach einem Ort, der uns Geborgenheit gibt
und zur Heimat wird.
Auch wenn wir uns untereinander nicht persönlich begegnen können, so eint uns doch der Wunsch,
bei dir unsere Sorgen abladen zu können,
für einen Moment innezuhalten
und in dir Kraft zu schöpfen.

Amen

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)

Gott,

Jeden Tag starren wir auf Zahlen:
Neuinfizierte, Genesene, Todesfälle …
Jeden Tag hoffen wir, dass die Kurve sich neigt,
dass die Krankenhäuser behandlungsfähig bleiben,
dass die Zahl der täglich Sterbenden zurückgeht …

Wir spüren sehr deutlich,
wie abhängig wir voneinander,
wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.
Das ist eine neue Erfahrung.
Wohin sie uns führt,
das wissen wir noch nicht.

Umso mehr sehnen wir uns in dieser unsicher Zeit nach einem Ort, der uns Geborgenheit gibt
und zur Heimat wird.
Auch wenn wir uns untereinander nicht persönlich begegnen können, so eint uns doch der Wunsch,
bei dir unsere Sorgen abladen zu können,
für einen Moment innezuhalten
und in dir Kraft zu schöpfen.

Amen

Gemeinsames (Sonntags-) Gebet vom 29. März 2020

Gott, der du viele Namen hast,

wir rufen zu dir,
gemeinsam mit den vielen Menschen in unserer Stadt,
gemeinsam mit Menschen anderen Glaubens,
gemeinsam mit allen Menschen guten Willens,
wollen wir innehalten und unsere Sorgen bedenken.
Wir bringen sie vor dich.

Unser gewohntes Zusammenleben hat sich verändert.
Wir müssen Abstand halten von unseren Mitmenschen,
auch von Menschen, die uns lieb und wert sind,
denn wir wollen andere keiner Gefahr aussetzen.

Gott,
wir bitten dich um Zuversicht und Hoffnung in dieser verrückten Situation.
Lass uns besonnen handeln,
die Gefahr nicht auf die leichte Schulter nehmen,
aber auch nicht übertrieben reagieren,
und unseren Mitmenschen zugewandt bleiben.

Wir denken an die Menschen die an diesem Virus erkrankt sind:
Schenke ihnen Genesung!
Wir hören von der unerträglichen Situation in den überfüllten Krankenhäusern in anderen Ländern,
und bitten dich: Lass die Menschen dort nicht allein!

Wir denken an Eltern mit ihren Kindern,
und bitten dich um Frieden in den Familien - gerade unter den besonderen Belastungen, denen sie derzeit ausgesetzt sind.
Wir denken an Menschen, die einsam sind und auf die Zuwendung anderer angewiesen:
Schenke uns Phantasie, ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Wir denken
an Ärztinnen und Ärzte, an Pflegerinnen und Pfleger,
an Mitarbeitende im Rettungswesen,
an alle, die im Gesundheitswesen und in den Pflegeeinrichtungen arbeiten:
Gib ihnen Kraft und lass sie nicht müde werden, den Kranken beizustehen und ihnen freundlich zu begegnen.

Wir denken
an die Politikerinnen und Politiker, an die Mitarbeitenden in den Gesundheitsämtern und in den wissenschaftlichen Instituten:
Schenke ihnen Weisheit und Augenmaß in ihren Entscheidungen, die unser Zusammenleben betreffen, aber auch entschlossenes Handeln, wenn es nötig ist.

Wir denken auch
an alle, die jetzt noch schlimmer leiden als wir,
in den Kriegsgebieten in Syrien,
Obdachlose und Flüchtlinge, die auf der Straße leben müssen.
Schenke ihnen Trost und Menschen, die sich über sie erbarmen.

(Hier könnten Sie mit dem Vater Unser fortfahren, oder, wenn Sie einer anderen Religion angehören, mit einem wichtigen Gebet aus Ihrer eigenen religiösen Tradition.)

Vater unser im Himmel.
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

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